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Dem Englänger Michael Frayn ist mit dieser raffiniert konstruierten Farce, deren Gegenstand die Farce selber ist, eine Kultkomödie gelungen, die ihm zu Recht zum internationalen Durchbruch verholfen hat. Neben der unübertroffenen Komik hat Der nackte Wahnsinn noch andere Facetten zu bieten, zeichnet der Autor doch auch ein kritisches Bild der Illusionsmaschine Theater und wie schnell diese ins Stottern gerät. Nebenbei offenbart er, wie groß das Chaos jedes Einzelnen in uns selbst ist, auch wenn scheinbar alles in geordneten Bahnen verläuft, in dem er mit dieser Farce den Spieß umdreht und das innere Chaos nach außen zeigt. "Ordnung ohne Unordnung gibt es nicht", befindet Michael Frayn. Aber nicht nur inhaltlich dreht er gewisse Allgemeinplätze um, sondern auch bildlich: Die Idee für Der nackte Wahnsinn kam ihm eines Abends 1970 im Theater, als er sich hinter den Kulissen eine Vorstellung seines Stückes chinamen anschaute: "Es war lustiger, sich das Stück von hinten anzuschauen und ich dachte, dass ich eines Tages eine Farce schreiben sollte, die aus dieser Sicht geschrieben sei."
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